Viele Beschäftigte klagen über einen
schlechten Informationsfluss zwischen ihnen und ihrem Chef.
Oft gibt der Chef Informationen schlicht nicht weiter.
Erfahren auch Sie gelegentlich nur durch Zufall von
anstehenden Terminen oder Besuchen? Setzen Sie alles daran,
den Informationsfluss zwischen Ihnen und Ihrem Chef zu
optimieren.
Nur wenn der Informationsfluss zwischen Ihnen und Ihrem Chef
optimal funktioniert, können Sie ihn hundertprozentig
entlasten.
1. Die morgendliche 5-Minuten-Besprechung
Dieser Termin zwischen Ihnen und Ihrem Chef ist nahezu ein
Muss. Wenn er meint, er hätte dazu keine Zeit, sagen Sie
ihm, dass Ihnen diese fünf Minuten helfen, ihn noch besser
zu entlasten.
Informieren Sie ihn über Ihre Arbeit. Dies ist wichtig,
damit er weiß, womit Sie beschäftigt sind und er rechtzeitig
Ihre Prioritäten ändern kann, falls das vermeintlich
wichtige Projekt nun plötzlich doch nicht mehr so dringend
ist.
Schade wäre, wenn Sie durch mangelnden Informationsfluss an
verschiedenen Seiten des Seils zögen, statt gemeinsam in
eine Richtung zu ziehen.
2. Vereinbaren Sie feste Anrufzeiten
Wenn Ihr Chef häufig geschäftlich unterwegs ist, bleibt
nicht viel Zeit für einen ordentlichen Informationsfluss.
Vereinbaren Sie einfach, Ihre 5-Minuten-Besprechung auch von
unterwegs beizubehalten. Beispielsweise ruft er Sie gleich
an, sobald er gefrühstückt hat.
3. Wenn Ihr Chef anruft
Notieren Sie im Laufe des Tages, wer angerufen hat, ob
Mitarbeiter nach ihm gefragt haben. Sagen Sie ihm
tatsächlich, was los war, auch wenn es Ihnen "eigentlich"
unwichtig erscheint.
4. Schauen Sie in seinen Kalender
Es gibt noch genug Chefs, die ihre Termine schon mal selbst
vereinbaren und sie nicht an Sie weitergeben oder sie auch
nicht in Outlook eintragen. Bleiben Sie am Ball, und schauen
und fragen Sie regelmäßig nach.
5. Infos über Erledigtes abgeben
Sie haben festgestellt, dass Ihr Chef Sie häufiger fragt:
"Haben Sie das schon erledigt?" Wenn ja, stimmt der
Informationsfluss bei ihnen wohl auch von Ihrer Seite aus
nicht besonders gut. Sagen Sie ihm in Zukunft, wenn Sie
seine Auftröge erledigt haben. Das beruhigt ihn und stärkt
sein Vertrauen in Ihre Zuverlässigkeit.
6. E-Mails lesen
Es ist selbstverständlich, dass Sie die normale Post lesen.
Deshalb muss es auch selbstverständlich sein, dass Sie
Zugriff auf seine E-Mails haben. Ohne das geht es nicht.
7. Nachfragen
Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Tun
Sie dies nämlich nicht, wundert er sich irgendwann, dass Sie
bestimmte Zusammenhänge nicht verstehen. Sorgen Sie dafür,
dass Sie gut informiert sind und ihn dadurch besser
entlasten können.
8 . Nachfragen nach Besprechungen
Kaum ein Chef erzählt seiner Sekretärin nach einer
Besprechung die für sie wichtigen Details. Deshalb gilt auch
hier: Fragen – und zwar so konkret wie möglich nach dem, was
Sie für Ihre Arbeit wissen müssen.
(Verlag für Deutsche Wirtschaft
2005) |